Die Akutkliniken des Gesundheits- und Bildungsanbieters SRH setzen am 12. Juni ein sichtbares Zeichen gegen geplante Einschnitte im Gesundheitswesen: Die Versorgungssicherheit darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Die SRH beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag der Krankenhäuser. Im Rahmen einer symbolischen Türschließ-Aktion machen die Einrichtungen auf die drohenden Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes aufmerksam und appellieren an die politischen Entscheidungsträger, die Auswirkungen auf die Patientenversorgung neu zu bewerten.
Als einer der größten Gesundheits- und Bildungsanbieter Deutschlands trägt die SRH jährlich Verantwortung für die medizinische und pflegerische Versorgung von weit über einer Millionen Patientinnen und Patienten. Nach Einschätzung der SRH würden zentrale Regelungen des Gesetzes jedoch die wirtschaftliche Grundlage vieler Krankenhäuser erheblich schwächen und damit die Versorgungssicherheit gefährden.
„Wir sehen die Notwendigkeit, die Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig zu sichern. Einsparungen dürfen jedoch nicht dort erfolgen, wo sie die Versorgung von Patientinnen und Patienten unmittelbar beeinträchtigen“, erklärt Stefanie Höger, Geschäftsführerin des Gesundheitsbereichs der SRH.

Als gemeinnütziges Stiftungsunternehmen reinvestiert die SRH sämtliche erwirtschafteten Überschüsse in ihre Versorgungsangebote. Investitionen fließen unter anderem in moderne Medizintechnik, die Instandhaltung und Weiterentwicklung von Klinikstandorten sowie den Ausbau medizinischer Fachbereiche. Gleichzeitig wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich Personal aufgebaut, insbesondere in der Pflege und in anderen patientennahen Bereichen. Diese langfristig angelegte Stabilität sieht die SRH durch die geplanten gesetzlichen Änderungen gefährdet.
Die Kliniken wenden sich daher gemeinsam mit konkreten Forderungen und dem Angebot eines konstruktiven Dialogs an die Bundestagsabgeordneten ihrer Regionen. Ziel ist es, gemeinsam alternative Einsparpotenziale zu identifizieren, die nicht zulasten der Gesundheitsversorgung gehen. Besonders hebt die SRH dabei den Wegfall der Tarifrefinanzierung, die Deckelung des Pflegebudgets und Wegfall pflegeentlastender Maßnahmen sowie den Verwaltungsaufwand durch die Ausweitung der Prüfungen durch den Medizinischen Dienst hervor.
„Dass effizient arbeitende Krankenhaussysteme unter den geplanten Regelungen zusätzlich belastet werden, verschärft die bestehende Schieflage.“
Bereits heute müssen Krankenhäuser einen erheblichen Teil notwendiger Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren, obwohl das System der dualen Krankenhausfinanzierung hierfür eigentlich eine öffentliche Investitionsförderung vorsieht. Die bestehende Finanzierungslücke hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend vergrößert.
„Dass gerade effizient arbeitende Krankenhaussysteme unter den geplanten Regelungen zusätzlich belastet werden, verschärft die bestehende Schieflage, anstatt sie zu korrigieren, hier wollen wir uns für alternative Lösungen einsetzen“, betont Höger.
Mit der Beteiligung am Aktionstag möchte die SRH auf diese Entwicklungen aufmerksam machen und sich für eine Krankenhausfinanzierung einsetzen, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch versorgungssicher ist. Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung müsse auch künftig oberste Priorität haben.


