Die Universidad Paraguayo-Alemana (UPA) der SRH in Paraguay bildet Fachkräfte für Südamerika und Deutschland aus. Die Absolvent:innen bauen Brücken zwischen beiden Ländern.

In Paraguay gehört die Universidad Paraguayo-Alemana (UPA) in San Lorenzo unweit der Hauptstadt Asunción seit über 10 Jahren zum Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH. Wie an allen anderen Standorten lernen die Studierenden hier nach dem CORE-Prinzip, das Wissen anhand konkreter Projekte in der Praxis vermittelt. Jüngst wurden wieder 61 Absolvent:innen verabschiedet, die helfen, Paraguay und Deutschland mitzugestalten.
Die SRH hatte die Hochschule als Joint Venture mit dem Industrieverband Unión Industrial Paraguaya (UIP) gegründet. Das Ziel: In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft des Landes dringend benötigte Fachkräfte auszubilden. Insbesondere in der Infrastruktur und im Bausektor ist der Bedarf hoch. Gleichzeitig ist ein Drittel der Bevölkerung Paraguays unter 30 Jahre alt. Dieses Potenzial nutzen die SRH und die UIP, indem sie das Know-how als einer der größten deutschen privaten Hochschulträger mit der Praxis aus den Unternehmen vor Ort verbinden.
„Wir bilden junge Menschen aus, um sie nach ihrem Abschluss in das ‚wirkliche Leben‘ zu entlassen – in der Hoffnung und im Vertrauen, dass wir ihnen das Rüstzeug mitgegeben haben, das sie benötigen, um ein gutes, selbstbestimmtes Leben zu führen“, erklärte SRH-Vorstand Patrick Mombaur bei der Absolventenfeier Ende April. Er betonte das Besondere am Studienmodell der UPA, das es sonst in Paraguay nicht gibt: „Durch die Verbindung von Theorie und Praxis können wir Sie sowohl bei Ihrer persönlichen Entwicklung als auch bei der Entwicklung Ihres Landes unterstützen.“

Diese Kombination kommt den Studierenden doppelt zugute. Denn die UPA ist nach paraguayischem und deutschem Hochschulrecht staatlich akkreditiert und die weltweit einzige eigenständige Hochschule außerhalb Deutschlands, an der ein Studium und ein Abschluss auch nach deutschem Hochschulrecht möglich sind. 2014 hatte die UPA ihren Lehrbetrieb mit knapp 60 Studierenden aufgenommen. 451 sind aktuell in Betriebswirtschaft, Wirtschafts- und Bauingenieurwesen eingeschrieben. Der Studiengang Bauingenieurwesen ist letztes Jahr mit 21 Studierenden gestartet.
Die UPA schlägt dabei eine Brücke zum Bedarf an Fachkräften in Deutschland. Zum Studium gehören immer ein Aufenthalt an der SRH University sowie ein Praktikum in einem deutschen Unternehmen. Etwa sechs Prozent der Absolvent:innen entscheiden sich, in Deutschland zu bleiben.


