Zum Internationalen Tag der Bildung (24. Januar): Bildung ist eine entscheidende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Das Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH zeigt, wie dies mit Unterstützung in jedem Alter gelingt.

Was von dem, was wir einmal gelernt haben, bleibt wirklich im Gedächtnis? Das Jahr, in dem der 30-jährige Krieg begann? Wie Zellteilung funktioniert? Oder das erste erfolgreiche Projekt im Kunstunterricht? Der Geruch der Farbe, die Struktur der Pinselstriche auf dem Blatt… Das, was wir selbst geschafft haben, wirkt auch in der Bildung nachhaltig. Auf diese Nachhaltigkeit machen die Vereinten Nationen am 24. Januar zum internationalen Tag der Bildung aufmerksam.
Der Aktionstag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um daran zu erinnern, wie entscheidend Bildungsangebote für die Entwicklung von Menschen und Gesellschaften sind. Dieses Jahr liegt besonderes Augenmerk auf der aktiven Teilhabe in der Bildung. „Eine wesentliche Voraussetzung für diese Teilhabe ist, dass Menschen ihren Bildungsweg passend zu ihrer Lebensphase gestalten können. Dies erreichen wir mit Bildungsangeboten, die das Lernziel in den Mittelpunkt stellen, abseits vom bloßen Auswendiglernen: Welche Kompetenzen sollen die Lernenden erwerben?“, sagt Simon Ruf, Geschäftsführer des Bildungsbereichs der SRH.

Die SRH ist eines der größten Bildungs- und Gesundheitsunternehmen Deutschlands und betreibt neben Kliniken Bildungseinrichtungen von der Kindertagesstätte über Schulen und berufliche Rehabilitation bis zu Erwachsenenbildung und Hochschulen. Für einen nachhaltigen Bildungserfolg hat die SRH an ihren Hochschulen das so genannte CORE-Prinzip entwickelt.
CORE steht für „Competence-Oriented Research and Education“, kompetenzorientierte Forschung und Ausbildung. Auszubildende und Studierende lernen gemeinsam an Projekten aus der Praxis. Ziel ist es, zum Fachwissen die Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen individuell zu fördern. Der Lernprozess wird dabei vom Ziel her gedacht: Nicht, was jemand lernen, sondern was man am Ende können soll, ist entscheidend. Menschen sollen so ihre Potenziale entfalten und lernen, je nach Situation passend zu handeln. Das CORE-Prinzip rollt die SRH nun auf ihre gesamten Bildungsangebote aus.
Modellbau als Vorbereitung für den Beruf
Einer, der heute schon davon profitiert, ist Nils Ostermann. Der 18-jährige absolviert im SRH Berufsbildungswerk (BBW) Dresden eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB): Das BBW unterstützt junge Menschen mit Behinderung beim Berufseinstieg. Nils kann seit seiner Geburt seine rechte Hand nur sehr eingeschränkt nutzen und hat epileptische Anfälle. In der BvB testet er verschiedene Berufsfelder und findet heraus, wo seine Stärken und Talente liegen. So kann er eine Entscheidung für den passenden Beruf treffen. Ganz im Sinne von CORE entwickelt er dabei nebenbei entscheidende Kompetenzen.
Er baut an mehreren Tagen über mehrere Stunden mit Klemmbausteinen (siehe Foto oben - mit Ausbilder Marcel Glöckler (rechts)). Hinter der scheinbar simplen Aufgabe steckt viel mehr: Neben der Fähigkeit, Konstruktionsanleitungen verstehen zu können, trainiert Nils seine Hand, lernt, im Team zu arbeiten, mit Misserfolgen umzugehen und Fehler zu beheben. Alles Fähigkeiten, die er im Berufsleben und im Alltag braucht.
Berufliches Training als Lernraum fürs Leben
Auch wer schon Berufserfahrung hat, benötigt oft neue Kompetenzen: So wie Stefan Köhler (Name geändert), Teilnehmer im Beruflichen Trainingszentrum (BTZ) Frankfurt. Mit fast 60 Jahren fängt er nach einem Burnout neu an. Im BTZ absolviert er ein zwölfmonatiges berufliches Training, das individuell auf ihn zugeschnitten wird. „Wir schauen gemeinsam, welche Kompetenzen der Teilnehmende schon mitbringt und wo er sich noch befähigen muss. Wenn wir also die Ziele kennen, vereinbaren wir den Weg dahin“, sagt Standortleiter Piero Dutkiewicz.

Bei Stefan Köhler sind es neben der Wissensauffrischung und -erweiterung in SAP und anderen EDV-Programmen vor allem Kompetenzen wie Stressbewältigung, Selbst- und Zeitmanagement und der Umgang mit Perfektionismus. Er lernt so, was er sein will: Er will als Trainer, Coach oder Ausbilder andere Menschen begeistern. Ganz im Sinne des internationalen Tages der Bildung.


