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Kämpferin für Demokratie, Freiheit und Verständigung - ein Nachruf auf Rita Süssmuth

In stillem Gedenken nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Dr. h.c. Rita Süssmuth, die am vergangenen Wochenende, wenige Tage vor ihrem 89. Geburtstag, verstorben ist. Frau Süssmuth war von 2005 bis 2010 Präsidentin unserer damaligen SRH Hochschule in Berlin und danach Ehrenpräsidentin unseres Hauses.

Eine ältere Frau mit Brille und einem auffälligen Leopardenmuster-Blazer lächelt und lehnt sich auf eine Tischkante.

Ihr Leben und ihr Wirken waren außerordentlich. Die studierte Philologin und Erziehungswissenschaftlerin war zeitlebens politisch interessiert und außerordentlich engagiert. 1981 trat sie in die CDU ein. Ab 1985 war sie Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (später Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit). 1987 wurde sie Mitglied im Präsidium der CDU; ein Amt, das sie bis 1998 innehatte. Von 1988 bis 1998 war sie Bundestagspräsidentin.

Doch Frau Süssmuth engagierte sich nicht nur politisch, sondern ebenso für zahlreiche Projekte aus der Zivilgesellschaft. So initiierte sie unter anderem die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung, die später mit der Deutschen AIDS-Stiftung fusionierte. Als Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes setzte sie sich für die Erwachsenenbildung und das lebenslange Lernen ein. 2003 wurde sie in die neu gegründete sog. "Limbach-Kommission" berufen, die zur Aufgabe hatte, im Streit um während des Nazi-Regimes geraubter Kunst- und Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz, zu vermitteln.

2005 wurde Rita Süssmuth neue Präsidentin unserer damaligen SRH Hochschule Berlin (heute Teil unserer SRH University of Applied Sciences Heidelberg). In dieser Funktion hat sie die Hochschule mit großer Weitsicht, Integrität und einem klaren Wertekompass geführt und entscheidende Impulse für ihre akademische und institutionelle Weiterentwicklung gesetzt.

Ab 2010 war sie Präsidentin des Konsortiums der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul, die den Austausch von Wissenschaftlern förderte. Als Mitglied im Beirat des Deutschen Solidaritätskomitees für einen freien Iran setzte sie sich für Frauenrechte, Freiheit und Demokratie im Iran ein. Sie saß dem Beirat der Vereinigung "Gegen Vergessen – Für Demokratie" vor, und von 2008 bis 2023 fungierte sie als Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung.

Wir verlieren mit Rita Süssmuth eine herausragende Persönlichkeit, die sich zeitlebens mit all ihrer Leidenschaft für die Demokratie, Freiheit, für Bildung, für die Verständigung, für die Menschen eingesetzt hat. Wir sind ihr für ihre Dienste und ihren Einsatz sehr dankbar und werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. 

Ihr Wirken bleibt unvergessen. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen. 

Im Namen des Aufsichtsrates und der gesamten Belegschaft der SRH

Prof. Dr. Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender

Patrick Mombaur, Vorstand

Ihre Pressekontakte:
Ein Mann mit Brille und Bart trägt einen dunkelblauen Anzug und ein weißes Hemd. Er steht in einem modernen Innenraum und lächelt leicht.
Martin Kussler

Leiter Unternehmenskommunikation

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Ein Mann im Rollstuhl trägt einen Anzug und eine Brille. Er sitzt mit verschränkten Händen und blickt direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist hell und modern gestaltet.
Christian Haas

Manager Unternehmenskommunikation