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SRH University richtet sich neu aus

Die private Hochschule schärft ihre Strategie nach und setzt statt auf überregionale Expansion künftig noch stärker auf qualitatives Wachstum an Kernstandorten.

Moderne Gebäude entlang eines Gewässers, mit einer Mischung aus Glas- und Metallfassaden, umgeben von grüner Vegetation.

Die SRH University, Präsenzhochschule der SRH, Deutschlands größter gemeinnütziger Stiftung für Bildung und Gesundheit, richtet sich neu aus. Stark veränderten äußeren und inneren Herausforderungen begegnet die Hochschule aktiv mit einer angepassten Wachstumsstrategie für die Zukunft.

„In den vergangenen Jahren lag der Fokus der SRH University klar auf Expansion durch Eröffnung zusätzlicher Standorte – dies hat die SRH University zu einem der größten Anbieter für private Hochschulbildung in Deutschland gemacht“, so Stefan Bolle, Geschäftsführer der SRH University. „Wir sind so auf knapp 11.000 Studierende angewachsen. Auf dieser Basis benötigen wir nun ein Konstrukt, das Studierenden weiterhin ein erstklassiges Studienerlebnis bietet und gleichzeitig nachhaltig wirtschaftlich tragfähig und stabil ist.“

Deutlich veränderte Anforderungen an die Studiengänge, unter anderem durch die KI-Technologie, die geopolitische Lage, zugleich ein harter Wettbewerb mit gebührenfreien staatlichen Hochschulen sowie verschärfte Visa-Anforderungen für internationale Studierende sind nur einige Beispiele, die eine Anpassung der strategischen Ausrichtung notwendig machen. Deshalb wird sich die SRH University vom bisherigen Expansionskurs verabschieden und sich künftig noch stärker auf Wachstum mit hoher Qualität konzentrieren.

„Wir bündeln unsere Kräfte dort, wo wir am meisten leisten können und was unseren Studierenden den größten Mehrwert bietet: in guter Lehre, starker Betreuung und zukunftsfähigen Studienangeboten“, so Stefan Bolle.

Foto Stefan Bolle
Stefan Bolle, Geschäftsführer der SRH University

Um dies zu erreichen, wird die SRH University

  • die Zahl ihrer Niederlassungen um nicht wirtschaftlich zu betreibende Standorte bis Ende 2027, respektive Frühjahr 2028 reduzieren. Diese umfassen Bremen, Fürth, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Alle dortigen Studierenden können ihr Studium ordnungsgemäß abschließen. Stattdessen wird das Studienangebot an den Kernstandorten Berlin (Foto oben), Dresden, Gera, Heidelberg und Leipzig gebündelt.
  • Studienprogramme auslaufen lassen, welche nicht dauerhaft tragfähig sind. Stattdessen konzentriert sich die SRH University künftig auf Angebote mit klarer Nachfrage, hoher akademischer Qualität, starkem Praxisbezug und ausgezeichneten Einstiegschancen ins Berufsleben.
  • die Komplexität ihrer Organisation reduzieren, um Entscheidungen schneller treffen und wirksamer agieren zu können. Dies bedingt eine Reduktion der Belegschaft um etwa 200 Stellen. Sämtlicher Abbau erfolgt sozialverträglich und in Absprache mit dem Gesamtbetriebsrat.

„Wir sind ambitioniert, wollen im Sinne unserer Studierenden auch weiterhin wachsen, müssen aber wirtschaftlich tragfähig sein. Das erfordert, seine eigene Strategie kritisch zu hinterfragen und zum gegebenen Zeitpunkt leider notwendige, sinnhafte Anpassungen vorzunehmen“, so Stefan Bolle abschließend.

Die übrigen Hochschuleinrichtungen der SRH sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen.

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