Neresheim

Einweihung der Neubauten am SRH Fachkrankenhaus Neresheim

Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim investiert in Neubau und Modernisierung der Stationen. Die Investitionen sichern modernste Versorgung und erweitern die Behandlungskapazitäten für Intensivpatienten der Neurologischen Frührehabilitation Phase B um 30 Prozent.

"Eine Chance für das Leben" nennt Andreas Christopeit, Geschäftsführer des bundesweit renommierten SRH Fachkrankenhauses Neresheim, die jetzt abgeschlossenen Neu- und Umbauarbeiten. Der neue Klinikanbau hat eine Gesamtfläche von über 2.000 m². Die Intensivkapazität steigt auf 24 Betten und die Abteilung für Frührehabilitation wird auf 40 Betten erweitert. Damit verfügt das SRH Fachkrankenhaus Neresheim über eine der größten Intensivpflegeeinheiten für Patienten mit Hirnschädigungen in Süddeutschland.

Modernste Diagnostik – Mehr Patientensicherheit

Neben dem Neubau wurden zudem die drei vorhandenen Stationen grundlegend umgebaut und an die aktuellen Bedürfnisse von Patienten und Mitarbeitern angepasst. An jedem Bettplatz besteht die Möglichkeit zur Monitor-Überwachung. Die 1-Geräte-Politik ist in der Medizintechnik komplett umgesetzt, d. h. es gibt für alle wesentlichen Komponenten (Bett, Monitor, Infusionstechnik etc.) nur einen Gerätetyp. Dies bedeutet einen enormen Zugewinn an Patientensicherheit. Parallel hierzu wurde während der Umbaumaßnahmen der Computertomograf (CT) durch ein neues Gerät mit geringerer Strahlendosis und verbesserter Bildgebung ersetzt. Zukünftig können rund ein Drittel mehr Intensivpatienten versorgt werden.

Neubau in regionaler Partnerschaft und in Rekordzeit
Der Neubau entstand in Modulbauweise. Er besteht aus 22 Fertigbauteilen, wobei die größten Module ca. sechs Meter breit, 13 Meter lang und 38 Tonnen schwer sind. Alle Module wurden im ADK-Werk in Neresheim vorgefertigt und dann am SRH Fachkrankenhaus-Bestandgebäude zusammengesetzt. Die Module wurden innerhalb von nur drei Tagen vor Ort errichtet. Eine Dauerbaustelle mit Lärm und Staub wurde somit vermieden und der laufende Klinikbetrieb dadurch kaum beeinträchtigt. Insgesamt betrug die Bauzeit, vom Ansetzten der ersten Baggerschaufel im Februar 2018 bis zur Inbetriebnahme der ersten Räumlichkeiten Ende 2018 nur ganze 11 Monate. Zur Realisierung dieses Projekts wurde mit der Firma ADK Modulraum GmbH, ein weltweit tätiger Hersteller von modularen Gebäuden, ein erfahrener und regionaler Partner gefunden und mit dem Bau der Erweiterung am SRH Fachkrankenhaus Neresheim beauftragt. Sowohl das SRH Fachkrankenhaus Neresheim als auch die Firma ADK Modulraum sind stolz darauf, dass sie dieses Projekt gemeinsam umzusetzen konnten. Die regionale Partnerschaft birgt viele Vorteile in der Projektumsetzung, zu denen u. a. die kurzen Transport- sowie direkte Kommunikationswege gehören.

Durch den Neubau konnte im Bestandsgebäude, in einem zweiten Schritt, im laufenden Betrieb umgebaut werden. Dadurch endstanden attraktive Aufenthaltsbereiche für Patienten und Angehörige sowie moderne arbeitsgerechte Pflegestützpunkte für das Personal.

Hintergrundinformationen zu Neu- und Umbau

Die Nachfrage nach Aufnahme- und Behandlungsmöglichkeiten am SRH Fachkrankenhaus Neresheim hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und wird auch in Zukunft weiter wachsen. Dies erklärt sich durch die Fortschritte der Akut- und Notfallbehandlung, dem zunehmenden Lebensalter der Bevölkerung sowie den erweiterten Behandlungsmöglichkeiten in der neurologischen Frührehabilitation.

Um dieser Entwicklung gerecht werden zu können, liefen seit 2015 die Planungen für eine Erweiterung der Klinik. Mit der Schaffung einer neuen Raumstruktur wird das SRH Fachkrankenhaus Neresheim den Anforderungen durch ausreichende Behandlungskapazitäten den Bedürfnissen von Patienten und deren Angehörigen gerecht. Für die Mitarbeiter sind den heutigen Standards entsprechende Rahmenbedingungen entstanden, die ihr hochkomplexes und multiprofessionelles Behandlungskonzept effektiv unterstützt.

Hintergrundinformationen zum SRH Fachkrankenhaus Neresheim
Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim ist eine Fachklinik für die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation der Phase B. Seit 1995 werden hier erwachsene Patienten nach schweren erworbenen Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems behandelt.

Aufgrund der Kombination von Intensivmedizin mit neurologischer Frührehabilitation und der deutschlandweit einzigartigen Möglichkeit, bestimmte und typische neurochirurgische Operationen rehabilitationsbegleitend im eigenen Operationssaal im Hause durchzuführen, können insbesondere Patienten nach neurochirurgischen Eingriffen frühzeitiger als in anderen Rehabilitationskliniken übernommen und therapiert werden. Daher eignet sich das Fachkrankenhaus in besonderem Ausmaß für besonders schwer betroffene Patienten mit ausgeprägten Verletzungen des Gehirns bzw. Komplikationen im Verlauf. Schwerpunkte der Klinik liegen beispielsweise in der Behandlung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen, Schlaganfall, Schäden nach Sauerstoffmangel im Gehirn, Polyneuritis oder Critical-Illness-Polyneuropathie. Das Einzugsgebiet ist daher überregional und umfasst meist neurochirurgische und anästhesiologische Kliniken der Universitätsklinika sowie Kliniken der Maximal- und Schwerpunktversorgung.

Bildunterschrift (v. l.):
Hans-Joachim Seuferlein (Geschäftsführer, AOK-Ostwürttemberg), Dr. Bernd Eifert (Ärztlicher Direktor, SRH Fachkrankenhaus Neresheim), Andreas Christopeit (Geschäftsführer, SRH Fachkrankenhaus Neresheim), Thomas Häfele (Bürgermeister, Stadt Neresheim), Roderich Kiesewetter (MdB Wahlkreis Aalen/Heidenheim), Gabriele Seefried (Erste Landesbeamtin Landratsamt Ostalbkreis), Werner Stalla (Geschäftsführer, SRH Kliniken GmbH), Marion Mielsch (Prokuristin und Verwaltungsleiterin, SRH Fachkrankenhaus Neresheim), Robert Kohler (Geschäftsführender Gesellschafter ADK Modulraum GmbH).