Heidelberg

Tarifvertrag Qualifizierung vereinbart – SRH Kliniken stärken ärztlichen Dienst

Bundesweit einzigartig: Vereinbarung von SRH Kliniken und Marburger Bund garantiert 870 Ärztinnen und Ärzten umfassenden Qualifizierungsplan.

Die SRH Kliniken und der Marburger Bund haben sich nach intensiven Verhandlungen auf einen innovativen Qualifizierungstarifvertrag für den ärztlichen Dienst geeinigt. Die Gremien haben bereits zugestimmt. In Kraft tritt der Tarifvertrag Qualifizierung am 01.01.2019 für 9 SRH Kliniken in Baden-Württemberg und Thüringen.

„In Deutschland ist dieser Vertrag in der Krankenhausbranche einzigartig. Er sichert eine professionelle, nachhaltige Personalentwicklung in den SRH Kliniken und verbessert die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für ärztliche Qualifizierung erheblich“, sagt Kerstin Boldt, Geschäftsführerin des Marburger Bunds Thüringen.

Der Tarifvertrag sorgt dafür, dass Patienten auch in Zukunft auf höchstem medizinischen Niveau behandelt werden: „Die SRH legt Wert auf die Qualität ihrer Bildungs- und Gesundheits-dienstleistungen. Deshalb investieren wir in die Ausbildung unserer Mitarbeiter. Das lohnt sich für beide Seiten – gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels“, sagt Prof. Dr. Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender der SRH.

Künftig vereinbaren Ärzte mit ihrem Arbeitgeber im Rahmen jährlicher Mitarbeitergespräche einen verbindlichen, individuellen Qualifizierungsplan. Der Tarifvertrag sieht vor, dass der Arbeitgeber die Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen inklusive Reise und Übernachtung übernimmt und die Ärzte unter Fortzahlung der Vergütung dafür freistellt. Angehende Fachärzte erhalten bis zu zehn Tage Freistellung, um sich auf die Prüfung vorzubereiten. Externe Qualifizierungsmaßnahmen, Hospitationen und Mentoren ergänzen die besondere Förderung der Facharztweiterbildung.

„Wir fördern unsere Mitarbeiter in jeder Phase ihres Berufslebens: Dazu gehören der Berufseinstieg, ein Karrieresprung oder die Rückkehr nach längerer Abwesenheit. Um diese Unterstützung sicherzustellen, verpflichten wir uns bewusst zu verbindlichen Regelungen“, sagt Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH.

So haben Ärzte mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, über den Qualifizierungsplan Sprachkenntnisse auf- und auszubauen. Ärzte, die eine leitende Position haben oder künftig übernehmen, lernen in Trainings die Grundlagen moderner Führung. Mitarbeiter, die nach einer Erkrankung oder Elternzeit wieder einsteigen, können kurzfristig eine Qualifizierung in Anspruch nehmen.