Heidelberg

Sicher ist sicher – Sportevents vor neuen Herausforderungen

Es ist die einzige internationale Weiterbildung dieser Art: Zehn Sicherheitsbeauftragte aus aller Welt schließen an der SRH Hochschule Heidelberg erstmals das Programm "Sport Safety and Security Management" ab.

Lasset die Spiele beginnen! Die nächsten Olympischen Spiele stehen vor Rios Tür und Frankreich fiebert der EM entgegen. Doch lange bevor die Athleten das Stadion betreten, die Fußballstars den Ball berühren oder auch nur ein Fan seine Eintrittskarte zückt, arbeiten die Sicherheitskräfte der Sportveranstalter bereits auf Hochtouren. Für ihre professionelle Weiterbildung sorgt die SRH Hochschule Heidelberg in Kooperation mit dem International Centre for Sport Security (ICSS). Zehn Sicherheitsbeauftragte aus Asien, Afrika und Europa nahmen heute (3.3.) das Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Kurs "Sport Safety and Security Management" entgegen.

Die Ausbreitung der sozialen Medien, die zunehmende Globalisierung und die wachsende Terrorgefahr stellen die Sicherheitskräfte vor immer neue Herausforderungen. Dies stellt auch Helmut Spahn fest, Generaldirektor des ICSS und ehemaliger DFB-Sicherheitschef: "Die aktuellen Diskussionen in Sachen Terrorgefahr bei der EURO 2016 zeigen, welchen Stellenwert der Bereich Sicherheit bei solchen Großereignissen einnimmt. Die Ankündigung, gegebenenfalls ohne Zuschauer zu spielen, eröffnet eine neue Dimension. Die Herausforderung wird sein, eine gute Balance zwischen Freiheitsrechten und Restriktionen zu finden und hoffentlich den Besuchern das Gefühl geben zu können, einem Sportevent beizuwohnen und keiner Sicherheitsveranstaltung."

Das Kursprogramm an der SRH Hochschule Heidelberg gliederte sich in drei Module von jeweils vier Tagen. "Der internationale Austausch war uns besonders wichtig", erklärt Helmut Spahn: "Die Teilnehmer konnten nicht nur im Kurs, sondern auch in den Gesprächen mit den Kollegen viel von den anderen Nationen lernen." Bei Exkursionen wie zum Spiel Hoffenheim gegen Augsburg oder bei Stadionbegehungen wie in Mainz konnten die Sicherheitsmanager die Theorie direkt auf die Praxis übertragen und in praktischen Übungen vertiefen. Internationale Dozenten der UEFA, des IOC, der DFL und anderen renommierten Großveranstaltern gaben Einblicke in ihre Sicherheitskonzepte.

Für die Teilnehmer steht fest: Sie bleiben in Kontakt und bilden den Anfang eines internationalen Netzwerks von Sicherheitsbeauftragten. "Das Programm soll fortgesetzt werden", kündigt Prof. Dr. Marcel Crisand, Leiter des Instituts für wissenschaftliche Weiterbildung und Personalentwicklung an der SRH Hochschule Heidelberg, an. "Die Zusammenarbeit mit dem ICSS hat sich sehr bewährt. Wir gratulieren den Absolventen und wünschen ihnen eine stets sichere Zukunft."

Foto (v. l.): Helmut Spahn (Generaldirektor, ICSS), Absolvent Shahin Rahmani (Stadia Safety and Security Manager, Asian Football Confederation), Prof. Dr. Marcel Crisand (Leiter, IWP), Prof. Dr. Michael Nagy (ehemaliger Leiter, IWP)