Asunción / Heidelberg

Erste deutsch-paraguayische Universität gestartet

Die neu gegründete Universidad Paraguayo Alemana (UPA) der Heidelberger SRH hat den ersten Jahrgang aufgenommen. Das Hochschulprojekt wird von den Regierungen beider Länder unterstützt.

Erstmals studieren angehende Ingenieure und Manager an einer deutsch-paraguayischen Universität. 57 Studierende aus Paraguay und Brasilien bilden den ersten Jahrgang an der Universidad Paraguayo Alemana (UPA). Diese Privat-Universität wurde vom Heidelberger Bildungs- und Gesundheitsunternehmen SRH gemeinsam mit dem Industrieverband Unión Industrial Paraguaya gegründet.

Um die Industrialisierung des Landes voranzutreiben, werden in der Hauptstadt Asunción Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure ausgebildet. "Unser Hochschulmodell, in dem Theorie und Praxis verbunden werden, kennt Paraguay nicht. Daher unterstützen Politik und Wirtschaft den Aufbau der Universität, um den Fachkräftebedarf im Land zu decken", sagte Prof. Klaus Hekking, Vorstandsvorsitzender der SRH. In Paraguay ist etwa ein Drittel der Bevölkerung unter 30 Jahre alt.

Im ersten Jahrgang sind 36 Studierende in Betriebswirtschaftslehre und 21 in Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben. Langfristig sind bis zu 750 Studienplätze vorgesehen. Unterrichtet wird auf Spanisch und Deutsch, die Abschlüsse richten sich nach dem international anerkannten Bachelor- und Mastersystem. Die Studierenden verbringen die letzten beiden Semester an einer SRH Hochschule in Deutschland, zum Beispiel in Berlin oder Heidelberg. In dieser Zeit absolvieren sie ein Praktikum in einem Unternehmen und schreiben eine Abschlussarbeit in deutscher Sprache.

Die UPA ist nach paraguayischem Recht anerkannt und befindet sich derzeit im Akkreditierungsverfahren des deutschen Wissenschaftsrats. Von Beginn an haben die Regierungen in Deutschland und Paraguay die Initiative der SRH unterstützt. Die SRH Holding, eine unabhängige Stiftung mit Sitz in Heidelberg, betreibt Krankenhäuser, Bildungszentren, Schulen und Hochschulen.

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