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Weniger Schmerz, mehr Leben
Wie spezialisierte Zentren Menschen mit chronischen Schmerzen helfen

Mediziner ohne Grenzen
SRH Beckenbodenspezialist operiert ehrenamtlich in Nepal

Ohne Abi an die Uni
Wer Berufserfahrung hat, kann in Deutschland auch ohne Abitur studieren

Download perspektiven 03/2018

Mit Hightech gegen Krebs

Violettes Licht umhüllt den Patienten auf der Bestrahlungsliege. Der Lichtteppich umgibt jedes seiner Körperteile und verschiedenfarbige Projektionsmuster zeigen genau, wie exakt Arme, Beine, der Kopf liegen. Drei Kameras nehmen auf, wo bestrahlt werden soll, und bringen das Bild auf den Monitor des medizinischen Personals. Der Tisch fährt automatisch in die richtige Position und die Bestrahlung des Tumors kann beginnen.

"Die neue 3-D-Technik macht die Lagerung zur Bestrahlung exakter und schneller für unsere Patienten – und erleichtert uns die Arbeit", sagt Dr. Jürgen Füller, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie am SRH Zentralklinikum Suhl. "Wichtigster Aspekt der Strahlentherapie ist: Die Tumorregion wird gezielt erfasst und das benachbarte gesunde Gewebe bestmöglich geschont." Die Strahlenklinik des SRH Zentralklinikums Suhl ist die erste Klinik in Thüringen, die diese Technik einsetzt.

Der neue Scanner hilft nicht nur, den Patienten in die richtige Position zu bringen, sondern auch, ihn in dieser zu halten. Bewegt er sich, schaltet der Beschleuniger ab; ist die Lage korrigiert, kann die Bestrahlung fortgesetzt werden. 

Und das System kann noch mehr: Der 3-D-Scanner ermöglicht außerdem eine atemgesteuerte Bestrahlungstechnik. Bei bestimmten Tumorarten wird vor der ersten Bestrahlung eine Atemkurve als Referenz elektronisch aufgezeichnet. Das System "sieht"während der Bestrahlung, wann sich der Brustkorb des Patienten hebt und senkt, und kann so steuern, wann die energiereichen Röntgenstrahlen den Tumor am besten erreichen.

"Durch den 3-D-Scanner ist die Bestrahlung des befallenen Gewebes präziser möglich", sagt Strahlentherapeut Füller. So können Nebenwirkungen verringert werden und das Risiko für Spätfolgen für die umliegenden gesunden Organe und das Gewebe sinkt.

Die innovative Methode spart Zeit und Nerven der Patienten: "Länger als zehn Minuten dauert der
ganze Vorgang der Patientenlagerung und der eigentlichen Bestrahlung nicht", erklärt der Chefarzt. "Je nach Krebserkrankung kommen Patienten zehn- bis 40-mal zu uns – jeden Tag, fünfmal die Woche und das bis zu zwei Monate."

Bei der Mehrzahl aller Krebserkrankungen kommt Bestrahlung zum Einsatz – beispielsweise bei Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs – als Ergänzung zu Operation und Chemotherapie und manchmal ausschließlich. Auch Patienten, bei denen der Tumor chirurgisch entfernt wurde, kommen anschließend häufig zur Therapie in die Strahlenklinik. Dort wird die OP-Region bestrahlt und das Risiko gesenkt, dass sich weitere Tumorzellen bilden. Damit trägt die Bestrahlung dazu bei, dass die Patienten wieder gesund werden.

Text: Anne-Christin Giesen


Begleiten bis zum Schluss

Im SRH Hospiz Sachsen Thüringen bieten Pflegekräfte Sterbenden und ihren Angehörigen einen Ort der Ruhe.

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SRH Hochschule Hamm wird international

Neue Angebote, neue Perspektiven: Ab dem Sommersemester startet der von der SRH Hochschule Heidelberg entwickelte, englischsprachige Masterstudiengang "International Business and Engineering" auch an der SRH Hochschule Hamm.

Zudem kooperiert die SRH Hochschule in Hamm nun mit dem Freshman Institut der Fachhochschule Aachen. Dort bereiten sich ausländische Studenten ein Jahr lang fachlich und sprachlich auf ihr Studium in Deutschland vor. Anschließend können sie sich an einer der von sechs Kooperationshochschulen bewerben. "Das interkulturelle Umfeld ist ein Gewinn für beide Seiten und bereitet die Studenten bestens auf das Arbeiten in einer globalisierten Welt vor", sagt Hochschulrektor Prof. Dr. Lars Meierling. 



 

Weitere Ausgaben des SRH Magazins

 

Die Ausgabe perspektiven 02/2018

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Raus aus der Komfortzone
Wie Marcus Kreikebaum seinen Studenten Ethik näherbringt

Begleiten bis zum Schluss
Im Hospiz bieten Pflegekräfte Patienten und ihren Angehörigen einen Ort der Ruhe

Aktiv gegen Cybermobbing
Spott und Lügen im Internet machen Jugendlichen das Leben schwer. Prävention schützt

 


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Schöner Wohnen für Azubis

Junge Menschen wollen nicht nur gut ausgebildet werden, sondern möglichst auch in Eigenregie ihren Alltag gestalten. So bietet das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd Jugendlichen mit individuellem Förderbedarf verschiedenste Wohnformen an: von sozialpädagogisch betreuten Internaten über Wohngemeinschaften bis zu eigenen Wohnungen. Im Laufe des Frühjahrs wird eine weitere Bleibe fertiggestellt: Das neue Boardinghouse am Dreikreuzweg bietet Platz für 25 junge Erwachsene mit gesundheitlichen Einschränkungen. "Wir unterstützen die Eigenständigkeit unserer Auszubildenden", sagt Sascha Lohwaßer, Mitglied der Geschäftsführung. "Unser Wohnkonzept ermöglicht ihnen, sich und ihr Leben selbst zu organisieren." Die hellen, möblierten Einzelapartments sind je 20 Quadratmeter groß, haben ein eigenes Bad, Einbauküche und Balkon. Das offen gestaltete, lichtdurchflutete Gebäude ist komplett barrierefrei, verfügt über einen Fahrstuhl sowie einen Gemeinschaftsraum.

 

 

 

Die Ausgabe perspektiven 01/2018

informiert Sie u. a. über diese Themen:

Frische Ideen für Afrika
Wie zwei Gründer afrikanischen Start-ups helfen, Partner in Deutschland zu finden

Studieren wie ich mag
Frei und flexibel lernen - mit dem E-Campus der SRH Fernhochschule

Kochen gegen das Vergessen
Kreative Therapien halten Demenzpatienten möglichst lange fit