Karlsbad-Langensteinbach

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel

Die Wirtschaft sucht Fachkräfte, doch durch psychische Erkrankungen fallen viele Arbeitnehmer aus. Ein Mix aus Therapie und Qualifizierung in Karlsbad bringt Betroffene wieder in Arbeit. Über dieses Konzept informieren sich Arbeitgeber am 9. Februar.

Die Wirtschaft boomt, viele Branchen suchen Fachkräfte. Gleichzeitig fallen durch Depression oder Burn-Out so viele Mitarbeiter aus wie noch nie. Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Ursache von Krankschreibungen, zeigen Gesundheitsreports der Krankenkassen. Eine Weiterbildung mit medizinischer Unterstützung eröffnet Betroffenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und schafft neue Möglichkeiten für die Wirtschaft.

Davon überzeugen sich Arbeitgeber am Donnerstag (9. Februar) in Karlsbad-Langensteinbach. Das Berufliche Bildungs- und Rehazentrum (BBRZ) und die SRH Rehaeinrichtung für Psychisch Kranke (RPK) unterstützen hier Menschen nach psychischen Erkrankungen dabei, beruflich wieder einzusteigen. Beide Unternehmen arbeiten eng mit dem SRH Klinikum zusammen. Im BBRZ können sich Betroffene direkt weiterbilden, etwa zum Industriekaufmann. Der Verein „Aktiv gegen Stigma e.V.“ hat 20 Unternehmer der Region eingeladen, das Konzept des Standorts kennenzulernen.

„Oft herrscht Unsicherheit, wie leistungsfähig Menschen mit psychischen Erkrankungen sind. Doch die Erfahrung zeigt: Mit einer Kombination aus Therapie und Qualifizierung gelingt der Wiedereinstieg. Die Veranstaltung ist eine Chance für Arbeitgeber, Kontakte zu potenziellen Fachkräften zu knüpfen“, sagt Thomas Windolf, Geschäftsführer der SRH Berufliche Rehabilitation, zu der das BBRZ gehört.

Über die Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation informieren Prof. Dr. Matthias Weisbrod, Vorsitzender von „Aktiv gegen Stigma“ sowie Chefarzt für Psychiatrie und Psychotherapie am SRH Klinikum, und Dr. Gustav Wirtz, Leitender Arzt der RPK. Anschließend schildern Reha-Teilnehmer aus BBRZ und RPK ihre Erfahrungen und die Unternehmer lernen die Ausbildungen in der Praxis kennen.

Image or PDF file for download: