Neckargemünd

Sanierung des Internats der SRH Schulen abgeschlossen

Internat der SRH Schulen in Neckargemünd


SRH investiert 13,2 Millionen Euro in Wohngebäude für 150 Schüler mit körperlichen Einschränkungen. Nach fast dreijähriger Bauzeit wurde es nun wiedereröffnet.

"Hinter uns liegen 34 Monate Bauarbeiten von Juni 2014 bis März 2017, verbunden mit Krach, Staub und Dreck, aber auch vielen schönen Erfahrungen des Miteinanders und Helfens", sagte Heike Trabold, sozialpädagogische Leiterin der SRH Schulen, zur Wiedereröffnung des Internatsbereichs in Haus 11 am SRH Bildungszentrum in Neckargemünd. Die Maßnahmen bedurften einer besonders gut abgestimmten Logistik, da insgesamt 150 Schüler, die meisten mit körperlichen und motorischen Einschränkungen, abschnittsweise aus-, um- und wieder einziehen mussten.

Diese dankten nun mit einem gemeinsamen Baulied und einigen Statements fürs neue Ambiente: Florentina ist begeistert vom "großen Wohnzimmer", Solveig findet sein neues Zimmer "richtig cool" und ein Rollstuhlfahrer freut sich, dass "der Lichtschalter jetzt direkt am Bett ist". Kevin sagte, er habe "mit seinem Apartment mit Bad und eigener Küchenzeile das große Los gezogen". In betreuten Wohngruppen mit gemeinsamen Küchen- und Aufenthaltsbereichen sowie neuen Balkons wohnen die Schüler jetzt in einem Internat, das den modernsten technischen Standards entspricht. Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH, erklärte: "Die Sanierung des Internats ist ein Bekenntnis der SRH zum Standort Neckargemünd und zur Entwicklung der SRH Schulen".

Hans-Joachim Eucker, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der SRH, bestätigte dies: "Die Investition von 13,2 Millionen Euro für das Haus 11 ist der erste Schritt zur Sanierung des Standorts in Neckargemünd. Sie gibt ein gutes Beispiel dafür, dass sich hier alle, sowohl von den Arbeits- als auch den Wohnbedingungen her, wohl fühlen können." Auch für die kommenden Jahre plant die SRH weitere Investitionen für die Sanierung der Gebäude in Neckargemünd.

Besonderes Augenmerk lag bei den umfassenden Arbeiten auf dem vorbeugenden Brandschutz, der energetischen Sanierung und der Erneuerung der gesamten Haustechnik. So wurde auch die Holzfensterfassade durch eine Aluminium-Glasfassade ersetzt. Die geschlossenen Wandbereiche erhielten ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralfaserdämmung mit Putz. Die Flachdächer wurden ebenfalls neu gedämmt und abgedichtet.

Auch im Innenbereich wurde viel gearbeitet: Neue sanitäre Anlagen, größere Wohnküchen, neue Decken, Böden und Wandanstriche in den Einzel- und Doppelzimmern sind das blendende Ergebnis. 17.094 Liter Farbe wurden dafür gebraucht, 2.830 m² Teppichboden aus Nadelfilz in Rot und Braun verlegt. 1.157 Leuchten sorgen jetzt fürs rechte Licht, ebenso 444 neue Fenster und 375 Schreiner-Innentüren in insgesamt 425 Räumen. Architekt Stefan Hunzinger vom Architekturbüro DU+ (Donnig Unterstab + Partner) dankte den 31 Handwerksbetrieben und 4 Ingenieurbüros, die wie Zahnräder miteinander arbeiteten.

Nicht nur die Schüler zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden, auch die Internatsleitung, der Schularzt, die Psychologen und der Bereich Ergotherapie haben sich schon wieder gut in den sanierten Räumen eingerichtet.

Um alles unter einen Hut zu bekommen, gab es übrigens insgesamt 144 Baubesprechungen bei rund 1300 Tassen Kaffee….