SRH Wald-Klinikum Gera startet Zukunftskonzept 2013
(Gera, 18.08.2008) Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit der Klinik werden gestärkt. Laut Gutachten ist die Einsparung von 118 Arbeitsplätzen erforderlich.
Das SRH Wald-Klinikum Gera stellt sich auf die neuen Herausforderungen im Gesundheitswesen ein. Dazu wird das Zukunftskonzept 2013 umgesetzt. Ziel ist es, die medizinischen Leistungen und die Wirtschaftlichkeit des Wald-Klinikums gleichermaßen zu stärken. Wichtigster Punkt ist dabei die Umsetzung des im Kaufvertrag mit der Stadt Gera vereinbarten Ein-Standort-Konzeptes. Die SRH investiert gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen 160 Mio. € in den Bau eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands.
Die Bettenzahl im neuen Wald-Klinikum wird von derzeit 965 auf 867 im Jahr 2013 verringert. Grund dafür ist die Verkürzung der Liegezeiten (Verweildauer) durch ambulante Behandlungen und medizinischen Fortschritt. Der Neubau ermöglicht erhebliche Einsparungen bei den Sachkosten, vor allem durch verkürzte Transportwege, deutlich geringere Energiekosten und weniger Aufwand für Instandhaltung.
Gleichzeitig können durch effizientere Abläufe und den Wegfall doppelter Strukturen die Personalkosten gesenkt werden. Nach einem Gutachten der BDO Deutsche Warentreuhand AG entfallen ab Mitte nächsten Jahres 118 Arbeitsplätze. Bis 2013 liegt das Einsparpotential bei weiteren 53 Arbeitsplätzen. Der Abbau erfolgt zu einem großen Teil in patientenfernen Bereichen und möglichst über Fluktuation, Vorruhestand und Altersteilzeit. Kündigungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Mit dem Zukunftskonzept wird die Patientenversorgung weiter verbessert. So baut das Klinikum nach neuestem Stand der Medizin und dem Wunsch vieler Patienten die ambulanten Leistungen aus. Neu sind zudem ein Schlaflabor und die Elektrophysiologie für Herzpatienten.
Der Aufsichtsratsvorsitzende des Wald-Klinikums, Prof. Klaus Hekking, sprach von einem notwendigen und umsichtigen Konzept. Nur durch den Ausbau der medizinischen Angebote und die Senkung der Personal- und Sachkosten könne das Klinikum dem Druck im Gesundheitswesen erfolgreich widerstehen. Mit der Umsetzung des Zukunftskonzeptes 2013 werden die Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau gewährleistet und viele qualifizierte Arbeitsplätze langfristig gesichert, sagte Hekking.

