Tarifeinigung bei der SRH
(Heidelberg, 18.03.2008) Belegschaft des Berufsförderungswerks Heidelberg stimmt für Einsparungskonzept. SRH-Chef Hekking bewilligt Sanierungsbeitrag.
Die Sanierung der SRH Berufliche Rehabilitation in Heidelberg-Wieblingen ist einen großen Schritt vorangekommen. Die Mehrheit der Mitglieder der Gewerkschaften Verdi und GEW stimmten für einen neuen Sanierungstarifvertrag. Er sieht eine Senkung der Gehälter um 3,9 Prozent bei gleicher Arbeitszeit und eine Halbierung des Weihnachtsgeldes vor und läuft bis Ende 2009.
Das Unternehmen hatte zuvor bereits die Sachkosten um knapp 1,5 Millionen Euro verringert. Trotz dieser Einsparerfolge wäre das Berufsförderungswerk im Lauf des Jahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Da sich die Zahl der Teilnehmer im Zuge der bundesweiten Krise der Beruflichen Rehabilitation seit 2004 auf 1.000 halbiert hat, brach auch der Umsatz auf weniger als die Hälfte ein. Mehrere Berufsförderungswerke in anderen Bundesländern stehen deshalb kurz vor der Insolvenz.
SRH Vorstandschef Prof. Klaus Hekking dankte allen Beteiligten und sagte zur Unterstützung der Sanierung einen Beitrag der SRH Holding in Höhe von 500.000 Euro für die nächsten zwei Jahre zu. Damit ist der Großteil der 330 Arbeitsplätze vorerst gesichert. Lediglich in der IT-Ausbildung müssen mangels Nachfrage noch etwa 10 Vollzeitstellen abgebaut werden.

